Überfremdung ist ein Märchen!

Wieder einmal gelingt es in Deutschland mit der Angst vor Überfremdung Stimmung zu machen. In Dresden formiert sich PEGIDA und sagt mit einer wachsenden Zahl an Demonstranten der Islamisierung den Kampf an. Erklären was sie damit meinen, können sie nicht. Sehr diffus geht es immer wieder ‘um unsere Kinder’ und um ‘Überfremdung’ – und eigentlich geht es um die Angst, dass irgendwer irgendwem etwas wegnimmt, was irgendwem vermeintlich zusteht. Auch wenn es immer wieder heißt, dass nicht alle, die dort mitlaufen rechts sind – das Kuscheln mit dem rechten Rand billigend in Kauf zu nehmen reicht schon!

Mich betrifft das direkt und unmittelbar. Mein Vater wäre einer dieser Menschen gewesen, die laut Pegida nicht erwünscht sind in Deutschland. Ich gestehe: ich habe Angst, dass sich das Klima in Deutschland verschlechtert für Ausländer und Asylbewerber  und für Menschen, die als Muslime hier geboren sind, hier zu Hause sind und in Ruhe und Frieden hier leben und arbeiten wollen.

Ich bin nicht bereit, das Verhalten dieser Menschen die da in Dresden demonstrieren, zu entschuldigen oder zu tolerieren. Das sind keine armen verwirrten Seelen. Das ist gefährlich und ernst zu nehmen. Die Politik muss den Dialog suchen und es muss ein Dialog sein, der jede Form der Diskriminierung aufs Schärfste verurteilt. Es muss ein Dialog sein, der klar stellt, dass viel auf dem Spiel steht, wenn Deutschland seinen Ruf als multikulturelle Nation, die Fremde als Freunde willkommen heißt riskiert … Deutschland ein Sommermärchen? Wohl eher ein Winteralbtraum!

Und für alle, die gerne Zahlen wollen:
Mythos ÜBERFREMDUNG