Lügenpresse ist nationalsozialistische Propaganda-Rhetorik

Die Pegida bedient sich eindeutig rechter Kampfrhetorik.  Im seinem Blog setzt sich Christian Buggisch mit der Lügenpresse- Parole der Pegida auseinander.  Er schreibt

Diesen Begriff hat Pegida natürlich nicht erfunden. Die Suche nach den Ursprüngen und der Hochzeit des Begriffs führt zurück zum Beginn des 20. Jahrhunderts – in die Zeit völkischer und nationalsozialistischer Ideologie.

Pegida reiht sich damit rhetorisch mit Adolf Hitler und Goebbels ein. Buggisch
macht sich die Mühe und findet Quellen

Später verwendet kein Geringerer als Joseph Goebbels den Begriff in seinen Reden und Schriften: “Ungehemmter denn je führt die rote Lügenpresse ihren Verleumdungsfeldzug durch …” Richtet sich die Propaganda hier gegen den Gegner links im Parteienspektrum, wird andernorts gerne die “jüdisch marxistische Lügenpresse” attackiert. Und auch Adolf Hitler distanzierte sich schon 1922 von der Monarchie mit dem Hinweis: “Für die Marxisten gelten wir dank ihrer Lügenpresse als reaktionäre Monarchisten”.

Dass es bei Pegida nicht um verwirrte Bürger geht,  mit denen man einen Dialog suchen sollte oder besser könnte,  ist wohl mittlerweile selbst der CDU klar.  Was sich aber hier zeigt ist zum Einen eine gefährliche Bewegung,  die rechte Propaganda  mitten in Deutschland auf Plakaten vor sich her trägt. Und wir sehen auch so deutlich wie schon lange nicht mehr, wie schnell ein eiskalter rechter Wind durch die Fachwerkgassen und über die historischen Plätze ziehen kann. Gruselig. 

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